Schneckenbande


im Schneckentempo mit Dachzelt durch die Welt
 

Norditalien mit Schnecke 01.07.2016 – 10.07.2016  

Bildergalerie und Film





Reisebericht

Es vergingen 46 Tage, seitdem wir unsere Schnecke nach Bayern geholt haben. In dieser Zeit setzten wir alles daran, sie in einen reisetauglichen und wohnlichen Zustand zu versetzen.  Bis auf wenige Optimierungen ist uns dies überaus gelungen. Da unser Reisedatum schon länger fix war, kam es des Öfteren vor, dass wir bis spät in die Nacht an unserem neuen Heim werkelten. Dabei machten wir uns bereits mit Dosenbier vertraut. Über den genauen Routenverlauf haben wir uns nicht allzu viel Gedanken gemacht, wobei Italien wieder im Vordergrund stehen wird.  

Freitag, 01.07.2016 Abfahrt  

Sina und Bernhard mit Ford F350

Nachdem wir beide in der Arbeit waren, erledigten wir zügig die noch ausstehenden Arbeiten und verstauten unsere Sachen. Wir beabsichtigten im Laufe der nächsten Tage die ligurische Küste zu erreichen und freuten uns schon riesig auf unsere erste Wohmobilreise. Um nach dem Stress erst einmal verschnaufen zu können, kehrten wir noch bei unserer Stammtrattoria ein. Von dort aus schafften wir es nur noch bis zum Starnberger See.  Als Übernachtungsplatz genügte uns der Straßenrand in einem ruhigen Dorf.   




Samstag, 02.07.2016 Reschensee und Comer See  

Kirchturm Reschensee Graun im Vinschgau

Am Morgen tranken wir unseren Kaffee und ließen Deutschland und auch Österreich bald hinter uns. Beim Durchstreifen der Ostalpen hielten wir am Reschensee in Südtirol, Italien. Das ursprüngliche Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen wurden in den Fluten des Stausees bewusst versenkt. Heute ragt nur noch der Kirchturm des versunken Ortes aus dem Wasser. Später fuhren wir über den Schweizer Malojapass, wo sich nach uns, aufgrund unseres großen Wendekreises eine Autoschlange bildete.  In der Abenddämmerung erspähten wir in der norditalienischen Region Lombardei, entlang des Comer Sees den scheinbar einzigen Stellplatz für die Nacht. (N45°56'23'' E9°18'45'') Beim Abendessen fand gegenüberliegend ein kleines Feuerwerk  statt.   








Sonntag, 03.07.2016 Varigotti und Finale Ligure  

Finale Ligure

In den morgendlichen Sonnenstrahlen bemerkten wir erst den wunderschönen Ausblick auf den See Comer. Alsbald näherten wir uns Mailand und erreichten das Piemont im Nordwesten Italiens. Fern vom Lärm erlebten wir auf nahezu leeren Straßen der Region unberührte Natur. Zahlreiche Weinhänge und sanfte Hügel prägen die Landschaft. Wir legten eine Pause bei Valmadonna ein um die faszinierende Schönheit einfangen zu können. Währenddessen verunsicherte uns die Carabinieri, welche nach einem Wendemanöver zielstrebig auf uns zukam. Nachdem die Sprachbarriere überwunden war, stellten wir fest,  dass es sich keineswegs um eine Kontrolle sondern vielmehr um reine Hilfsbereitschaft handelte. Nachher bewegten wir uns auf die Stadt Savona in Ligurien zu. Hier in der Küstenregion bemerkten wir am eigenen Leib, dass viele italienische Straßen doch eher für das Volksauto Fiat Cinquecento als für unseren amerikanischen Ford F-350 Pick-Up ausgelegt sind. So gelangen wir nur schleppend an das vorläufige Ziel. Zudem bereiteten uns Felsüberhänge und kleine Tunnel wegen unserer Fahrzeughöhe Kopfschmerzen. Ausnahmsweise entpuppten sich in solchen Situationen die entgegenkommenden Italiener als rücksichtsvolle Fahrer. Wer hätte das gedacht? Endlich standen wir auf einem Plätzchen mit Blick aufs klare Meer. Auf der linken Seite erschreckte uns der total überfüllte Strand von Varigotti. Rechts lag der Hafen von Finale Ligure. Da wir an einer starkbefahrenen Straße hielten, suchten wir eine bessere Übernachtungsmöglichkeit. Nur wenige Meter landeinwärts machte uns der starke Anstieg mit seinen scharfen Kurven zu schaffen. Doch dann fanden wir eine geeignete ruhige Parkbucht. Der große Hunger bewegte uns dazu,  in die nahgelegene Trattoria Gambero Verde einzukehren, welche in einer kleinen Kirche untergebracht ist.  Neben kleine dazugehörige Weinberge auf der romantisch eingewachsenen Veranda verbrachten wir einen herrlichen Sommerabend. Es gab eine kleine Auswahl an traditionellen Gerichten. Die Antipasti, Nudeln und das Fleisch schmeckten vorzüglich.     

Montag, 04.07.2016 Portofino und Santa Margherita Ligure im Golf von Tigullio  

Portofino

Die ungenügende Parksituation in Varigotti bestärkte uns in unserer Überzeugung, eine erste Testfahrt mit unserem Boot Beppe nicht realisieren zu können. So ging die Reise weiter in Richtung Portofino. Auf dem Weg dorthin, plagte uns wieder mal ein schmales Küstensträßchen. An deren Ende befindet sich ein Parkplatz, von dem aus man zu Fuß weitergehen muss. Allerdings wurden wir freundlich vertrieben, da Wohnmobile hier nicht erwünscht sind. Auf der Suche nach einer Alternative trafen wir des Öfteren auf gutherzige Einheimische, die uns unter anderem beim Wenden zur Hilfe eilten.  In dem Glauben den Ort verlassen zu müssen, quatschten wir zwei Italiener an, ob sie eine Empfehlung für uns hätten. Er wies uns auf ein paar Meter entferntes Grundstück hin, auf welchem wir parken könnten. Bernhard fragte: „ Can we also sleep there? Während sein Finger auf unser Auto zeigte, antwortete er: Yes of course, it’s yours. Vorfreudig tuckerten wir auf den eingezäunten Stellplatz und kamen zu der Erkenntnis hier für 7,50 € pro Tag stehen zu dürfen. Daneben waren Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden. Um ein Ticket lösen zu können, halfen uns andere Wohnmobilreisende mit Kleingeld aus. Ein vorbeikommender Busfahrer, war so freundlich und ließ uns an einer Haltestation aussteigen, obwohl diese nicht direkt auf seiner Strecke lag. Von dort aus konnten wir für 6,00 € die beginnende Fußgängerzone in Portofino erreichen.

Santa Margherita Ligure

Wir schlenderten durch die Straße, die sich vor den  Nobelboutiquen und edlen Galerien entlang zog und standen nun mitten auf der weltberühmten Piazzetta. Vom hinteren Ortsteil führte uns ein kleiner Wanderweg zwischen schönen Gärten hindurch zum hochgelegenen Castello Brown. Währenddessen wird man immer wieder mit herrlichen Blicken auf den malerischen Ort, der halbkreisförmig um den Hafen liegt verwöhnt. Die Häuser in bunten Pastelltönen und die üppige mediterrane Vegetation schaffen ein wahrhaft grandioses Panorama.  Nach einem ausgiebigen Spaziergang entlang der traumhaften Küste zurück nach Santa Margherita aßen wir zu Abend im Ristorante Beppe Achilli. Zuerst wirkte der gestresste Chef ein wenig unfreundlich. Doch als er uns extra über die Straße einen Fisch brachte, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen ganzen frischen Seebarsch handelt, fühlten wir uns gut aufgehoben. Zudem sprach er leise zu uns, als sich Straßenmusiker uns näherten:  „Attenzione!“, damit wir auf unsere Taschen Obacht geben. Das Menü schmeckte vorzüglich. Im Anschluss an die schönen Stunden am Hafen von Santa Margherita Ligure suchten wir lange vergeblich nach unserer Schnecke bis wir endlich ins Bett hinaufsteigen konnten.   

Dienstag, 05.07.2016 Camogli  

Camogli

Zeitig wurden wir von einem Arbeiter geweckt, welcher beim Hecken schneiden nicht auf stark motorisierte Geräte verzichten wollte. Da wir die Halbinsel Portofino noch nicht verlassen wollten, begaben wir uns auf die Westseite und fanden erfreulicherweise einen in der Nebensaison kostenlosen Stellplatz im Dorf San Rocco in Camogli. Daraufhin nutzen wir den herrlichen Ausblick für das Mittagessen und starteten zum ersten Mal den Versuch unsere Kameradrohne zu fliegen. Nachher liefen wir die Steilküste hinunter, vorbei an der Kirche von San Rocco und kamen an einen Weg. Dieser führte uns über viele Treppen entlang einzelner Grundstücke mit sonderbaren Häusern und einer mit Dekorationen versehenen Mauer zur Uferpromenade von Camogli. Nachdem wir den Ort erkundet haben quälten wir uns in der Hitze bergauf zu unserem Parkplatz. Dort stand nun ein fast doppelt so langes Ford-Wohnmobil neben uns. Wie die Urlauber nur den Weg hierher gemeistert haben? Nach einem abendlichen Spaziergang landeten wir in der Trattoria da Roberta.   

Mittwoch, 06.07.2016 Cinque Terre an der italienischen Riviera – Monterosso al Mare und Vernazza  

Cinque Terre

Weiter ging es nach Lavagna, wo wir uns auf die Suche nach Grillfleisch machten. Nachdem wir die halbe Stadt in der Mittagshitze abgelatscht sind und nur eine geschlossene Metzgerei vorfanden, kauften wir im Supermarkt ein. Auch wenn es uns an der Küste besser gefällt,  wählten wir nach einer kleinen Brotzeit die gebührenpflichtige E80, um zügiger nach Cinque Terre zu gelangen. Später nahmen wir die Ausfahrt Brugnato / Borghetto Vara. Schnell befanden wir uns wieder inmitten der Natur und Ruhe. Zwischen Weinterassenfeldern und Trockenmauern fuhren wir die imposante Steilküste hinunter. Immer wieder bieten sich atemberaubende Ausblicke auf die üppig blühende Macchia und das grünblaue Meer, welche wir leider nicht zu hundert Prozent genießen konnten. An einigen Stellen wurden die Straßen sehr schmal. Der Gegenverkehr brachte uns des Öfteren aus der Ruhe und manchmal fragten wir uns, ob wir heute irgendwann noch ankommen werden. Ungeplant erreichten wir das größte Dorf der Cinque Terre. In Monterosso al Mare kehrten wir allerdings bald um und steuerten Vernazza an. Dort erblickten wir nach einigen anstrengenden  Minuten einen Parkplatz. Ob dieser allerdings für uns in Frage kommt, mussten wir noch herausfinden. Nachdem der Wächter uns zum dritten Mal erklärte, dass wir die normalen Parkgebühren zu bezahlen haben, sagte er lachend: „ It’s not very complicated, it’s very simple, but you don’t understand it“. Da Campen hier offiziell nicht erlaubt ist und er deshalb deutlichen Respekt vor der Polizei hatte, war auch uns nicht ganz wohl dabei. Doch eine Alternative gab es scheinbar nicht und so willigte er einer Übernachtung ein. Kurze Zeit später wussten wir, dass sich alle Mühe gelohnt hat. Die Abendsonne warf ihre letzten Strahlen in das Tal. Wir standen endlich auf der Hafenpiazza, umgeben von farbenfrohen Häusern, die sich dicht an die Hänge schmiegen und bunten Fischerbooten. Wir verweilten am kleinen Sandstrand bis wir uns in den romantischen kleinen Gässchen ein Restaurant suchten. In der Trattoria da Piva ließen wir unseren Abend bei einer Flasche 5 Terre Wein und frischen Fisch ausklingen. Das Essen war toll und der Bediener nahm sich Zeit für unser Interesse an den Zahnradbahnen.  

Donnerstag, 07.07.2016 Cinque Terre – Riomaggiore, Manarola und Corniglia  

Cinque Terre

Beim morgendlichen Kaffee unterbrach uns der Wächter und forderte uns auf um zuparken. Im Anschluss daran versuchte er mit einem kleinen Bus uns zu verstecken. Dies half leider nichts und alsbald trudelte die Polizei ein, um sich mit ihm zu unterhalten. Erfreulicherweise wird unser Aufenthalt bis zum nächsten Morgen noch geduldet. Wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof von Vernazza und besorgten uns ein Ticket um die restlichen Dörfer der Cinque Terre zu erkunden. In wenigen Minuten erreichten wir Riomaggiore. Eine Zugfahrt neben dem offenen Meer ist auf jeden Fall mal eine Abwechslung. Ein Dorf schöner als das andere. Alle entzücken mit mehrstöckigen verwitterten Gebäuden in den verschiedensten Farbtönen, an denen typisch italienisch über den engen Gässchen die Wäsche zum Trocknen hängt.

Cinque Terre

Traurig ist nur die Masse der Besucher. Falls es einen einsameren Wanderweg gibt, würden wir diesen bevorzugen oder zumindest eine andere Reisezeit wählen. Nach einer Abkühlung am steinigen Strand von Riomaggiore landeten wir im schmalen Tal von Manarola. Zum Schluss mussten wir nochmal ein wenig schwitzen, als wir die Lardarina – eine lange Treppe bestehend aus 33 Treppenabsätzen und 377  Stufen hinaufstiegen, um Corniglia zu erreichen. Es ist das einzige Dorf, welches nicht direkt am Meer liegt, sondern auf einem Bergvorsprung in etwa 100 Meter Höhe. Von dort hat man einen überwältigten Ausblick auf Manarola. Glücklich saßen wir auf einer wunderschönen abgelegenen Terrasse und lernten zudem noch die schönsten Seiten von Corniglia kennen, welches uns nicht zuletzt durch die geringere Anzahl an Touristen als Favorit der Cinque Terre in Erinnerung bleibt.   

Freitag, 08.07.2016 Moneglia   

Moneglia

Wir stürzten uns ins nächste Abenteuer mit unserer Schnecke und waren gespannt wohin uns die Reise führt.  Also durchfuhren wir zunächst Levanto, Bonassola, Reggimonti, Framura und Deiva Marina. In Framura hätten wir uns schon an einem geeigneten Plätzchen niedergelassen, was aber der Polizei widerstrebte. Daraufhin bezauberte uns schon von oben der in einer Bucht liegende Ort Moneglia. Im Zentrum  wurde uns wieder freundlich beim Wenden und bei der Orientierung geholfen. Wir begaben uns wieder bergauf. Da wir einen perfekten Stellplatz erspäht haben,  ging es gutgelaunt einen Wanderweg hinunter ins Städtchen.  Plötzlich erschreckte uns eine Schlange, die entlang einer Mauer gesprungen war, um wahrscheinlich vor uns zu fliehen. Shoppen gehört nicht zu unserer Lieblingsbeschäftigung, aber heute bildeten wir uns ein, einen Strohhut tragen zu müssen. Wir schlenderten an den Strand und aßen nachher in einer süßen Gasse mit zwei kleinen Tischen vor der Tür Pizza bei il Ciocco. Obwohl wir uns dort über das Busnetz informiert haben, schafften wir es die letzte Fahrt zu verpassen. Ein wenig angeheitert bewegten wir uns also zu Fuß in Richtung Schlafplatz. Währenddessen kam uns die Idee eventuell per Anhalter die Straßen hinauf zu kommen. So streckten wir unsere Arme aus und erstaunlicherweise hielt auch schon ein Auto neben uns. Die Insassen erkundigten sich kurz wohin wir wollten und schon saßen wir belustig von ihrer lauten chilligen Musik hinten drin. Ganz verstanden haben sie allerdings nicht, wo sie uns absetzen sollten. Immer wieder mal wurde die Lautstärke zwischendrin zurück gedreht und nachgefragt, bis wir dann Stopp geschrien haben. Ins Bett gehen, kam heute überhaupt nicht in Frage, sodass wir mit lauter italienischer Musik, Kerzen und Wein diesen wundervollen Tag in Bella Italia zu Ende gehen ließen.   

Samstag, 09.07.2016 Von Moneglia zum Lago di Cavedine   

Da es gestern etwas länger wurde, schliefen wir so lange bis es uns im Alkoven von der Sonne zu warm wurde. Als wir nun endlich von unserem Alltag in Deutschland Abstand gewonnen haben, mussten wir auch schon das Meer verlassen. Beim Durchfahren der ligurischen und toskanisch-emilianischen  Apenninen sahen wir kleine pittoreske Bergdörfer. Auf den grünen  Hügeln weideten Rinder- und Schafherden in aller Ruhe. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Unbedingt mussten wir oben auf einem Berg halten und der Stille der Natur lauschen. Schmetterlinge flatterten über die bunte Blumenwiese und Kuhglocken bimmelten. In Fornovo di Taro besorgten wir uns Fleisch und Wurst, darunter natürlich auch einen Parmaschinken. Wir trafen in der Region Venetien ein. Auf der linken Seite lag der Gardasee und spät abends entschieden wir uns spontan in einer Parkbucht am Lago di Cavedine in Trentino-Südtirol stehen zu bleiben. Es war dunkel und wir hörten nur das Wasser plätschern. Voller Vorfreude auf das schmackhaft aussehende Fleisch begannen wir auf einem kleinen Grill unser Abendessen zuzubereiten. Die Stirn- u. Taschenlampe waren dabei sehr hilfreich. Auch die Anti-Mücken-Kerzen halfen erstaunlicherweise sehr gut. Nicht anders als erwartet war das Essen grandios. Bestimmt liegt der Grund dafür in der artgerechten Tierhaltung. Danach verbrachten wir wehmütig unsere letzte Nacht in Italien.   

Sonntag, 10.07.2016 Vom Lago di Cavedine zurück in die Oberpfalz  

Lago di Cavedine

In den morgendlichen Sonnenstrahlen blickten wir auf den Lago di Cavedine. Im See spiegelte sich der Monte Brento.  Es war ein sehr warmer Tag und wir traten die Rückreise an, ebenso mieden wir die mautpflichtige Brenner Autobahn. Dann geschah für uns ein unvorhersehbares Unglück. Bei unserem ersten Urlaub mit unserer liebevoll hergerichteten Schnecke platzte uns eine Stunde vor unserem Wohnort der hintere linke Reifen. Sie geriet erst in den Gegenverkehr und kam dann auf unserer Seite von der Straße ab, kippte um und blieb auf der Fahrerseite liegen. Als wir beide ängstlich nach dem anderen schrien und feststellten, dass er heil ist, stoß Bernhard die Autotür nach oben auf. Es fing an zu rauchen, er zog mich hoch und wir hüpften hinaus. Wir schätzen sehr und das ist auch das Wichtigste, dass uns nichts passiert ist. Der Unfall hat uns noch mehr zusammen gebracht. Der Moment, in dem man nicht weiß, was mit seinem liebsten Menschen ist, ist einfach nur qualvoll. Wenn wir uns das Bild in Erinnerung rufen, wie unsere Schnecke mit einem Totalschaden da lag ist es nicht schön. Doch nun, ein paar Monate später denken wir wieder optimistisch. Sie wird repariert und bekommt ein neues Schneckenhaus.  

Fazit:  

Die ligurische Küste beeindruckte uns mit ihren kleinen malerischen Dörfern. Die übereinander und ineinander verschachtelten farbenfrohen Häuser, die Wäsche an der Leine und die engen Gässchen sind so typisch italienisch, wie wir es bisher noch nie gesehen haben. Der Geruch von frischen Fisch und leckeres ligurisches Essen fehlte an keinem Abend. Sogar den italienischen Opa, der auf der Bank sitzt und entspannt sein Glas Wein trinkt findet man dort noch. Schmale Straßen und Brücken, tiefhängende kleine Balkone und die einheimischen rasanten Rollerfahrer plagten uns manchmal ganz schön. Der Massentourismus, in Cinque Terre ist absolut nichts für uns. Die Freiheit und die Unabhängigkeit mit unserem geländegängigen Fahrzeug war ein fantastisches Gefühl. Das einzigartige und vielfältige Italien haben wir in unser Herz geschlossen. Schade, dass wir nach unserer ersten Offroad-Wohnmobilreise schon eine Zwangspause einlegen müssen. Derweil wäre es sehr von Vorteil einfach einzusteigen  und dem Alltag entfliehen zu können. Wir freuen uns darauf, wenn unsere Schnecke wieder fahrbereit ist und die Reise weiter geht.  

Comer See



 
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