Schneckenbande


im Schneckentempo mit Dachzelt durch die Welt
 

Sardinien mit Dachzelt 20.10.2017 – 05.11.2017

In Kürze findet Ihr hier noch mehr Bilder von unserem Urlaub in Sardinien mit Dachzelt. 

Film und Bilder



Reisebericht

Wir reisen gerne in Italien. Doch die meiste Zeit würden wir am liebsten in Sardinien verbringen. Ein Jahr ohne? Nein das geht nicht. Die Insel ist so Etwas wie Heimat für uns. Sie gehört politisch zu Italien ist aber ganz anders. Die Landschaft ist so vielseitig. Die Gastfreundlichkeit und die Gelassenheit der Sarden lässt einem schnell den Alltag in Deutschland vergessen. Um noch weniger vom Tourismus mitzubekommen, haben wir die Reisezeit noch ein bisschen später als die vorherigen Jahre gewählt. Zudem entschieden wir uns gegen eine feste Unterkunft und griffen auf unser Dachzelt zurück, auch weil unser Wohnmobil noch nicht einsatzbereit ist.

Freitag, 20.10.2017 Abfahrt in Michelsneukirchen

Unsere Fähre startet morgen von Livorno nach Olbia. Diesmal ließen wir unser Boot Beppe zu Hause, da es für ihn wahrscheinlich zu windig sein wird. Stattdessen packten wir ein Photovoltaikmodul, ein Porta Potti und ein Solargenerator ein. Nachdem wir abends noch bei unserer Stammtrattoria gespeist haben, ging es schonmal staufrei an München vorbei. In Holzkirchen nächtigten wir auf einem Parkplatz beim Hagebaumarkt.

Samstag, 21.10.2017 Von Holzkirchen nach Livorno, Überfahrt mit Moby Lines

In der Nacht hat es geregnet. Das Dachzelt mussten wir nass zusammenbauen. Bei einer Pause schnitt sich Bernhard beim Aufschneiden einer Avocado in den Finger. Wortlos wurde ihm vom Auto nebenan ein Pflaster in die Hand gedrückt. Bei Monsummano Terme fuhren wir von der A11 runter und hielten Ausschau nach einem Restaurant, um nicht auf der Fähre essen zu müssen. Dummerweise öffneten erst alle eine Stunde später. Ein Italiener meinte, wir sollten ihm folgen und er bringt uns zu einem Lokal, wo wir etwas bekommen. Doch wegen dem Gewusel im Straßenverkehr, bevorzugten wir es weiterzufahren, damit wir bei einem Zwischenfall die Fähre nicht zu spät erreichen. Als wir den Hafen angetroffen haben, dauerte es vielleicht 5 Minuten und schon stand um ca. 20:00 Uhr unser Auto auf dem Deck. Um 22:00 Uhr legten wir ab. Danach gab es eine Lasagne, Wein und noch eine warme Dusche.

Sonntag, 22.10.2017 Ankunft in Olbia, Posada, Lula und Mamoiada

Frühmorgens leuchteten die Lichter von Olbia in der Finsternis. Noch 2 Cappuccino an Bord und schon fuhren wir auf der Insel in den Sonnenaufgang. Von Weitem lud der Anblick auf das am Berg sitzende Städtchen Posada zum ersten Stopp ein. Auf der Spitze thront das Castello della Fava. Uns begrüßte erstmal eine Wandmalerei, auf der ein abgehackter Kopf mit viel Blut den Hang hinunterrollt. Wir schlenderten über kleine Treppen und durch enge, verwinkelte Gassen. Bis auf eine Frau, die den Vorhof kehrte und Katzen war nichts zu hören. Danach verließen wir die hübsche Altstadt von Posada und machten uns auf den Weg nach Lula, hinter dem Monte Albo. In einem Buch las ich, dass dieses Dorf seine Echtheit bewahrt hat. Kurz vor Lula half uns eine Frau beim Tanken. Es war Sonntagvormittag, alte Männer saßen auf einem Mauervorsprung zusammen, die Einwohner versammelten sich in der Kirche. Als wir vom Auto in die Bar Il Cavallino gingen, wurden wir sehr skeptisch beäugt. Nach unserem Cappuccino drehten wir eine Runde in dem Dorf. Plötzlich sahen wir die Sardin von der Tankstelle, vor ihrem Haus. Sie wollte uns unbedingt etwas mitteilen. Doch leider verstanden wir das eine wichtige Wort dafür auf Italienisch nicht. Zur Hilfe diente dann der Übersetzer ihres Smartphones. „Deutsche in den Bergen verschwunden“. Fragend, ob wir es verstanden haben, blickte sie uns an. Wir nickten, dann ließ sie uns alleine. Wollte sie uns darauf hinweisen, dass wir das Dorf verlassen sollten, weil es hier aus irgendwelchen Gründen für uns in der Umgebung gefährlich wäre? Oder einfach nur, dass wir nicht eine Bergwanderung starten sollten, ohne jeglicher Erfahrung und Orientierung? Nun ja, der Ort ist klein und es gab nichts, was wir heute noch sehen hätten wollen. Auch machte es an diesem Tag den Anschein als wäre die traditionelle Suppe mit schwierig herzustellender Pasta-Einlage in Fäden (Su Filindeu) nicht zu finden. Sodass wir Nuoro einen Besuch abstatteten, um unseren Hunger zu stillen und billiger zu tanken. Im Caffe‘ 9 ¾ gab es eine typisch sardische Brotzeit: Pecorino, Salami, zarter Schinken, Oliven und Pane Carasau. Es ist unglaublich wie sich die Bedienung Mühe gab, uns die Speisekarte zu erläutern. Auf der Fahrt nach Mamoiada belustigte uns eine Kuh am Straßenrand. Heute wehte ein stärkerer Nord-Westwind, daher hielten wir schon einmal Ausschau nach einem Nachtplatz. Als wir an einem Lokal im Dorf vorbeigekommen sind, sagte Bernhard spaßig: „Schau! In dem windgeschützten Garten von dem Restaurant schlafen wir später!“ Neben einem Spielplatz machten wir ein Nickerchen. Später steuerten wir mit offenen Fenstern auf das Ristorante La Campagnola zu. Der Besitzer schrie zu uns rüber, dass er in 30 Minuten öffnen würde. Bernhard zögerte nicht und fragte, ob er hier für uns eine Übernachtungsmöglichkeit weiß. Er grübelte vor sich hin und wollte uns dann eine außerhalb des Ortes empfehlen. Noch während seinen Überlegungen hatte er eine Idee und bat uns auszusteigen und ihm zu folgen. Wir begleiteten ihn zu seinem Gartentor, welches er aufschloss und uns ein sicheres Plätzchen unter einem großen Olivenbaum anpries. Dieses Angebot nahmen wir dankend an, bauten unser Zelt auf und aßen vorzügliche Pizza bei unserem neuen Freund Gianni. Beim Bestellen des neuen Lieblingsweins Cannonau, fragte er uns, ob wir sicher einen Liter möchten, denn dieser hat 14 %. Als wir ihm etwas mehr Trinkgeld aufgrund seiner Hilfsbereitschaft geben wollten, gab er uns zu verstehen, dass es zu viel ist und überredete uns Getränke aufs Haus für die Nacht mitzunehmen. Dieser Mensch war so überaus freundlich, dass er uns auch noch die Klingel zeigte, mit der wir ihn bei Problemen wecken könnten.

Montag, 23.10.2017 Mamoiada, Orgosolo und Muravera

Nach einer ruhigen Nacht trafen wir pünktlich um 9:00 Uhr Gianni im Garten. Sogar heute sorgte er sich, ob wir eine Toilette benötigen und half beim Abbau. Im Anschluss fuhren wir den Busparkplatz in Mamoiada an, um uns frisch zu machen und die Drohne zu fliegen. Nach einem Nieser hatte ich solche Schmerzen und konnte mich kaum bewegen. So kehrten wir zunächst auf ein Tramezzino und Cannonau in der Bar Del Corso ein. Mamoiada ist bekannt für seinen Karneval mit den Mamuthones e Issohadores. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach den Holzmasken gemacht, welche bei den Umzügen getragen werden und haben diese auch in ein paar Läden entdeckt. Das Museum delle Maschera war geschlossen. Zum Abschluss besichtigten wir noch die Mamuthones Statue und freuten uns auf Orgosolo, dem immer noch berüchtigtsten Banditendorf Sardiniens im Supramonte. An den Hausfassaden des Dorfes bringen sozialkritische Wandgemälde, Murales genannt, einem zum Nachdenken. Bei einem Bummel landeten wir beim Il Cortile del Formaggio. In diesem kleinen Laden werden überwiegend Pecorino-Käse, Honig und Olivenöl angeboten. Der gesellige Verkäufer ließ uns unterschiedliche Erzeugnisse zu einem Becher Wein probieren. Bei einem Schwätzchen schenkte er sogar noch einmal aufs Haus nach. Kaufen konnte man diesen allerdings nicht, da seine Familie zu kleine Mengen davon herstellt. So nahmen wir ihm zumindest einen guten geräucherten Pecorino ab. Beim Verlassen des Ortes und zwischen weidenden freilaufenden Tieren, befanden wir uns auf fast 1000 Höhenmetern. Die Reise geht weiter in Richtung Süd-Ost an die Costa Rei. Da es schon dunkel geworden war, blieben wir an einem nicht optimalen Parkplatz in Muravera stehen. Im Su Nuraxi mit seinen hochnäsigen Bedienern und Lounge-Musik aßen wir Pizza. Da wir so eine Art absolut nicht mögen und wir ein rohes Fleisch im Beilagensalat gefunden haben, beschwerten wir uns. Als Reaktion kam ein Lachen und ein gequältes „Entschuldigung“. Der Pizzabäcker verheizte ein in Reinigungsmitteln getränktes Zewa im Ofen. 

Dienstag, 24.10.2017 Spiaggia di Santa Giusta, Costa Rei

Spiaggia di Santa Giusta

Unseren Schlaf haben Kinder unterbrochen, die gegenüber in die Schule mussten. Sie fanden es witzig auf die Anhängerkupplung zu steigen, um unser Zelt zum Wackeln zu bringen. Später hörten wir ein „Good Morning“ und ahnten schon, dass es die Polizei ist. Bernhard erklärte ihnen, dass wir hier zur später Stunde hielten, da wir wegen meinen Rückenschmerzen nicht weiterfahren konnten und zur Apotheke um die Ecke gegangen sind. Nachdem sie noch ein persönliches Dokument sehen wollten, durften wir mit einer Verwarnung weiterziehen. Daheim lasen wir von einem großen Platz beim Capo Ferrato, wo man übernachten dürfte. Sofort machten wir uns auf den Weg und landeten erstmal auf einer Parkmöglichkeit bei der Bar Pizzeria Capo Ferrato. Beim Kaffeetrinken kam der Besitzer auf uns zu und gab uns zu verstehen, solange kein Müll dagelassen wird, müssen wir auch nicht sofort weg. Aber laut unserer Straßenkarte liegt der eigentliche Nachtplatz woanders. Diesen fanden wir dann auch ganz in der Nähe, doch vor der Einfahrt stand ein Schild, welches auf Privatgrund verwies. Naja jetzt wollten wir zuerst einfach ins Wasser hüpfen. Dies machte am Spiaggia di Santa Giusta richtig Spaß. Unser Lieblingsabschnitt mit türkisfarbenem klarem Meer, Granitfelsen und Ausblick auf die Klippe Scoglio di Peppino ist: Vom Parkplatz Parcheggi scoglio di Peppino Richtung Meer, 150 Meter links und hinunter. Einem fliegenden Händler nahmen wir ein großes Tuch ab. Er saß neben uns im Sand, legte in aller Ruhe seine restlichen wieder zusammen und lachte: „Hehe, no elefante – tartaruga, hihi“. Dies wiederholte er solange bis er irgendwann fertig war, weil er es so lustig fand, dass wir keine Elefanten, sondern Schildkröten auf der Ware wollten. Größtenteils haben wir alleine die bezaubernde Umgebung auf uns wirken lassen können. Nachher packten wir unsere Drohne und latschten zur Statua del Cristo benedicente. Zwei ältere Italiener waren total begeistert von dem Quadrocopter und wir schafften es irgendwie Informationen in ihrer Sprache auszutauschen. Abends suchten wir ewig lange nach einem geöffneten Supermarkt oder Restaurant an der Costa Rei. Lokalbesitzer teilten uns mit, dass sie nur sonntags geöffnet hätten. Doch dann stießen wir auf ein Geschäft, in welchem wir uns Zutaten für Malloreddus mit Tomatenpolpa besorgen konnten. Auf gut Glück fuhren wir nochmals zu dem Parkplatz bei Porto Pirastu, ignorierten das Schild und Bernhard fragte den vermeintlichen Eigentümer, ob wir hier schlafen und kochen können. Er antwortete überraschenderweise auf Deutsch: „Ja, kein Problem, schönen Urlaub!“ und klopfte ihm auf die Schulter.  

Mittwoch, 25.10.2017 Cala Pira und Villasimius

Cala PiraCala Pira, Castiadas

Gerade als wir unseren Solo Stove zum Brennen gebracht haben, kam ein älterer Sarde, welcher zum angrenzenden Privatgrund gehört und bestand darauf, dass wir mit ins Häuschen kommen sollten.  Er stellte uns einen Gaskocher zur Verfügung und machte währenddessen sauber. Unser Angebot auf einen Kaffee schlug er dankend aus. Wir tranken unseren noch am Strand und steuerten die lange Cala Pira an. Sie ist umgeben von grünen Hügeln. Für uns waren hier zu viele Leute. Nachdem unsere Sachen von einer Welle überflutet worden sind und wir noch Salami und Käse gefrühstückt haben, begaben wir uns auf eine langgezogene Halbinsel, südlich von Villasimius. An der Spitze liegt das Capo Carbonara. Wir machten Luftaufnahmen vom berühmten Werbemotiv, dem Spiaggia Porto Giunco mit dem dahinterliegenden Stagno Notteri. Plötzlich verloren wir die Verbindung zur Drohne, die auf den Torre di Porto Giunco zugeflogen war. Wir rannten in ihre Richtung, bewegten den Hebel an der Fernbedienung nach oben, um ja nicht an den Sarazenenturm zu krachen. Irgendwann hörten wir sie glücklicherweise wieder surren und erblickten sie weit oben am Himmel. So nun haben wir uns aber Entspannung am herrlichen Sandstrand Porto Giunco verdient, welcher unerwartet wenig besucht war. Das hellblaue Wasser und der Ausblick auf das üppig grün bedeckte Kap haben uns sehr überzeugt, sodass wir uns noch länger in den Wellen vergnügten. Abends stellten wir unser Auto auf einem zentrumsnahen Parkplatz ab, spazierten dann zum Ristorante Cri Cri in Villasimius und auch wenn manches nicht so einladend aussah, die Pizza Cri Cri mit Steinpilze und Salsiccia war ok. Nach dem Essen trafen wir einen deutschsprechenden, in Sardinien lebenden Spanier. Wir erfuhren interessante Geschichten und sogar der Chef wollte für die letzten Gläser Wein kein Geld mehr. 

Donnerstag, 26.10.2017 Von Villasimius durch Cagliari nach Chia

Cala Cipolla, Domus De MariaCala Cipolla, Domus De Maria

Etwas kaputt von gestern frühstückten wir in der Pasticceria Caffetteria La Perla. Nächstes Zwischenziel war Chia. Beim Parco naturale regionale Molentargius – Saline legten wir eine Pause ein. Das riesige Feuchtgebiet zwischen den großen Städten Cagliari und Quartu S. Elena steht seit 1999 unter Schutz. Das Ökosystem ist sehr bedeutsam für zahlreiche Wasservögel, unter anderem Flamingos, welche wir beobachteten. Im Anschluss ging es durch das wuselige Cagliari und auf einen Parkplatz beim Strand Su Giudeu. Von dort aus watschelten wir ca. 300 Meter zur goldgelben Sandbucht Cala Cipolla am kristallklaren, in der Sonne glitzernden Meer. Sie befindet sich vor dem Capo Spartivento und ist von Ginsterbüschen eingerahmt. Leer war es hier nicht, aber wir fanden uns ein ruhiges Eck. Von dort aus sahen wir übermütige Kinder, die an den Felsen kletterten und eine vorbeilaufende Herde Ziegen. Später ließen wir uns auf einem Parkplatz an der Viale Chia in Domus De Maria nieder. Dort stand auch ein sehr luxuriöses Wohnmobil auf Lkw-Basis. Nach guten 400 Metern Fußmarsch saßen wir im Ristorante Crar’e Luna. Die Tagliatelle mit Gemüseragout, die Malloreddus mit Hackfleischragout, die gegrillten Calamari und Gamberoni schmeckten gut.  

Freitag, 27.10.2017 Von Chia nach Porto Pino

Morgens sind wir an den, zu dieser Zeit unbelebten Spiaggia Su Giudeu gegangen. Dahinter befindet sich der Stagno Stangioni de Su Sali. Anschließend sind wir an der Küste entlang in Richtung Westen geschlängelt. Es reihen sich mehrere Buchten aneinander. Beim Baia delle Ginestre Hotel e Residence gab es zum Mittagessen Culurgiones mit Tomatensoße. Auf der Terrasse wehte uns der Wind fast alles davon, aber rein wollten wir auch nicht. Die ältere Dame hatte uns zu viel Wechselgeld gegeben und als wir es angemerkt haben, legte sie noch einen Schein drauf. Diesen lehnten wir aber auch dankend ab. In Teulada sorgte sich der Supermarktverkäufer darum, wie weit wir die vielen Lebensmittel tragen müssen. Danach wurde noch getankt und bald waren wir in Porto Pino auf einem derzeit kostenlosen Wohnmobilstellplatz in der Via della Peschiera angelangt. Hier konnten wir zum ersten Mal unser Klo ausleeren. Zu Fuß ging es an den hellen, flach abfallenden Spiaggia di Porto Pino. Am ersten kleineren Strandabschnitt waren uns zu viele Bars und wir stapften ein paar Schritte in Richtung Is Arenas Biancas. Den Rest haben wir uns für morgen vorgenommen. Heute zog es viele Kitesurfer hierher. Zum Abendessen gab es wirklich hervorragende Spaghetti Vongole, Malloreddus alla Campidanese, gegrillte Gamberi mit Tomaten und Knoblauch und Calamari fritti in der Taverna Blue Marlin. Auch der coole, ältere Kellner war von seinem Essen wahrhaft überzeugt und verbreitete gute Laune.   

Samstag, 28.10.2017 Porto Pino, Spiaggia delle Dune und Is Arenas Biancas

Von unserem Übernachtungsplatz kamen wir über einen Weg zwischen Meer und Stagno di Porto Pino zum Strand Is Arenas Biancas mit hohen Dünen aus strahlend weißen Pudersand. Beim Brotzeit machen, schaute uns eine vorbeilaufende Kuh verdutzt an. Wir nahmen uns heute viel Zeit für Drohnenaufnahmen. So hatte sich das Mitschleppen zumindest gelohnt. Beim Zusammenpacken fehlten meine Schuhe. Der Verdacht, dass sie vom Wind ein geweht worden sind, bestätigte sich dann erfreulicherweise nicht und uns blieb das Buddeln erspart.  Auf dem Rückweg über den grau-rosa schimmernden Sand positionierten sich schon etliche Angler entlang des Wassers. Der billige aber trotzdem gute ½ Liter Rotwein für 1,50 € konnte den Rest im Ristorante Ziu Angelinu auch nicht mehr retten. Übertrieben viel Käse auf der Pizza, kalter Espresso, biegbares Besteck, störende Partymusik und eine unfreundliche Bedienung passt für uns nicht nach Italien. Am selben Schlafplatz wie gestern, genossen wir die Ruhe bei einem Lagerfeuer.  

Sonntag, 29.10.2017 Buggerru, Wanderung von der Cala Domestica zur Bucht von Canal Grande

Canal Grande di NebidaCanal Grande di Nebida

Gespannt auf die Bergbaulandschaft im Süd-Westen Sardiniens starteten wir in Richtung Buggerru. Bei Gonnesa auf einem Aussichtspunkt blieb uns der Mund offen stehen. Zu unserer linken Seite sahen wir unruhige Wellen, die am Spiaggia di Fontanamara ausrollten und zur rechten den Pan di Zucchero und eine Küste die mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen überwältigte. Durch hohe Berge und dem Ort Nebida ging es zur Cala Domestica, welche zwischen zwei langen Felsvorsprüngen liegt. Nach einer Stärkung wagten wir uns an eine Wanderung entlang der stürmischen Küste. Zu Beginn führte uns ein Weg nahe einer Asphaltstraße, von den Grundmauern einer ehemaligen Erzverladestation, über eine Leiter zu den Resten eines alten Kalkbrennofens. In einem kleinen Tal, welches breiter wird, ging es aufwärts. Links befindet sich eine verfallene Mine. Es folgte ein Wäldchen mit Wacholder und wilden Olivenbäumen und anschließend ein freier Rundblick. Durch Macchia bewegten wir uns runter zum Canal Grande di Nebida. Das Meer war so schön anzusehen, wenn es an den Klippen brausend und schäumend bricht. Ebenso hat die Natur rechts von der Bucht einen bizarren Felskanal geschaffen, durch welchen die Wellen herein rauschen. Alsbald verließen wir den mystischen Ort und stiegen sehr steil auf. Immer wieder ergaben sich so traumhafte Ausblicke. Später trafen wir die Punta Cubedda an und konnten gar nicht glauben wo wir gerade sind. Ruhe und Freiheit verspürten wir auf der grüngetupften Hochebene und vor uns lag das endlos erscheinende tiefblaue Meer. Aufgrund des starken Windes mussten wir ständig darauf achten, dass wir nicht hinunterstürzen. Nachdem wir durch ein Tor im Zaun gegangen sind, kamen uns vermeintliche Wilderer mit Schrotflinten entgegen. Irgendwie war uns unwohl. Zudem irrte auch noch ihr Hund bei uns rum und fand seine Herrchen auf der anderen Seite nicht mehr. Bernhard schrie: „Scusi, il cane! Il cane!“. Es dauerte ein Weilchen bis sie auf unsere Rufe reagierten. Sie waren dankbar und wir hatten unsere Vorurteile abgelegt. Danach waren wir an einer Herde Schafe vorbeigekommen, haben die Brücke hinter uns gelassen und gelangten wieder an die Cala Domestica. Nun haben wir uns ein Bier verdient! Glück auf einen kostenlosen Stellplatz haben wir uns in Buggerru erhofft. Das charakteristische Bergwerksdorf ist zwischen Felswänden eingebettet. Doch uns blieb dann doch nur noch der stürmische Wohnmobilstellplatz unten am Strand. Wir trafen wieder auf das deutsche Pärchen, welches schon öfter in diesem Urlaub bei uns in der Nähe stand. Sie wussten auch nicht ob man hier zahlen muss. Allerdings steht in ihrem Reiseführer, dass man einfach mal reinfahren sollte. Eventuell kommt dann jemand zum Kassieren. Abends aßen wir gute Pizza bei Ristorante Stella Maris am Hafen. Durch die heutige Zeitumstellung gewannen wir eine Stunde mehr Sardinien aber man bemerkte die frühere Dämmerung.

Montag, 30.10.2017 Masua, Spiaggia di Masua und Spiaggia di Portu Cauli

Masua

Lustigerweise weckte uns eine italienische Stimme. Wir waren einfach erschöpft von gestern und haben nicht darauf reagiert. Im Nachhinein war uns klar, dass jemand da war, um die Campingplatzgebühr einzufordern. Naja ok, wer anscheinend schläft, muss nicht bezahlen. Später haben wir das Gelände ohne Probleme verlassen und besorgten uns noch Nahrung in Buggerru. Danach machten wir uns auf den Weg nach Masua. Auch hier ist die Bergbauvergangenheit unübersehbar. Riesige Abraumhalden, zurückgelassener Industrieschrott, Loren und Schienen prägen das Landschaftsbild. Die Natur beginnt sich gerade erst wieder sich zu erholen. In der Gegend des Sulcis Iglesiente förderte man damals Metalle wie Blei, Zink, Silber, Eisenerze, Sulfid und Quarz. Das Wetter an diesem Tag zeigte sich eher von seiner rauen Seite. Im Wohnwagenpark La Nuova Colonia ließen wir uns zu dieser Zeit kostenlos nieder. Nachher haben wir den Spiaggia di Masua besucht, zogen aber baldig wegen dem störenden Restaurant zum Nachbarstrand Portu Cauli weiter. Hier machten wir ein Nickerchen bis eine Welle uns mitsamt unseren Sachen überschwemmte. Ich rannte grundlos panisch davon und Bernhard rettete tapfer unser Zeug. Am Fuße der Schieferfelsen liegen zahlreiche bunte Steinsplitter. Mit dem Ausblick auf den Pan di Zucchero macht dies den Strand besonders. Zwischen den zwei Stränden befindet sich eine dazugehörige putzige Bucht. Nachdem wir zurück zum Auto schlenderten, brachen wir zur Bergwerksanlage Porto Flavia auf. Diese trafen wir nach einem 15-minütigen Fußmarsch an. Kletterer hingen an den Bergwänden. Als wir wieder beim Auto angekommen waren, duschten wir unter unseren Schweizer Wassersäcken. Da wir heute nicht mehr weiterziehen haben wollen, blieb uns nur das Restaurant Warung Beach Masua am Spiaggia di Masua. Bedauerlicherweise gab es dann auch nur kalte Küche. Also aßen wir nach unserem Sandwich Kekse im Dachzelt. Diese schenkte uns bei der Abreise unser Lieblingsitaliener in Deutschland.   

Dienstag, 31.10.2017 Vom Süd-Westen Sardiniens über Arbus nach Oristano - Cabras

Zu Hause werden wir von Menschen gewarnt, dass das Reisen mit dem Dachzelt nicht sicher genug wäre und manche sorgen sich um uns. Doch auch heute sahen wir mal wieder, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Der Kofferraum war die ganze Nacht über offen gewesen und alles war noch da. Unserer Meinung nach ist es völlig egal wo man ist. Hier oder in Deutschland. Wie des Öfteren schon erwähnt, hatten wir bisher absolut keine Probleme. Im Gegenteil, es wurde uns immer sehr freundlich geholfen. Der Wind wurde leiser, das Meer ruhiger und auch die Sonne zeigte sich wieder vermehrt. Jetzt konnten wir das Türkis des Wassers erkennen. Nachdem wir uns noch viel Zeit für unser Video genommen haben, fuhren wir nach Nebida. Bernhard fragte einen Steinmetz ob er fotografieren dürfte. Er entfernte sich sofort von seinem Kunstwerk. Bernhard: „ No no, with you !“ Er: „ Uno momento!“, wechselte vom Schleifpapier auf den Meisel und los gings. Leider ärgerten wir uns aufs Neue, dass wir noch nicht besser italienisch sprechen. Er hätte uns über seine Arbeit aufklären mögen und wir verstanden ihn nicht. Wir beabsichtigten Mittagessen zu gehen. Da wir kein geöffnetes Restaurant gefunden haben, starteten wir nach einem kleinen Häppchen vom Supermarkt in Richtung Westen Sardiniens. Währenddessen sichteten wir mehrere frisch geschälte Korkeichen. In Arbus legten wir einen Stopp für Hirtenmesser ein. Erfreulicherweise landeten wir in der Coltelleria L’Arburesa. Denn dort konnten wir bei der Herstellung zusehen. Zudem beschenkten wir uns gegenseitig mit handgemachten hübschen Schmuckstücken. Bei den Sarden bedeutet es übrigens Glück für den Mann, wenn eine Frau ihm ein solches schenkt. Für ein Foto setzte er sich sogar am Feuer arbeitend in Szene. Fast nebenan gabs noch einen vino und caffè bei Giuseppe Frau. Nächstes Ziel war die Sinis-Halbinsel. Es dauerte nicht lange und die Landschaft änderte sich drastisch. Die Gegend rund um Oristano ist flach. Wir beabsichtigten später im Wohnwagenpark Agricampeggio Tanca Is Muras da Angelo an der Küste zu nächtigen. Dort sah es auch wieder so aus, als würden wir nichts zahlen müssen. Mit dem Auto gelangten wir ins Ittioturismo Sa Pischera ‘e Mar‘e Pontis. Mit Deutsch oder Englisch kamen wir hier überhaupt nicht weiter. Normalerweise haben wir mit Italienisch beim Essen auch kein Problem, nur die Speisekarte war einfach nicht lesbar. Immerhin sind wir dann so schlau geworden, dass es entweder ein kleines oder großes Menü für 27 € bzw. 32 € pro Person gibt. Nachdem wir saßen, dauerte es eine Minute und die Bediener fingen an aufzutischen. Da wir gerne gut und viel essen und immer Zweifel haben ob es reicht, haben wir uns nochmals erkundigt welches Menü wir denn kriegen und machten aus dem kleinen ein großes. Was und wieviel erfuhren wir allerdings nach und nach aber vorweggenommen: Klein = 4 Starters, 1 Nudelgericht, gegrillter Fisch, Wein, Nachspeise, Kaffee. Groß = 5 Starters, 2 Nudelgerichte, gegrillter Fisch, Wein, Nachspeise, Kaffee, Schnaps. Wir haben schon bei der Pasta eingestehen müssen, dass wir doch nicht alles schaffen werden und deshalb ließen wir uns die besser haltbaren Nudeln einpacken. Es wurden ausschließlich Fischgerichte serviert. Mitunter probierten wir die lokale Spezialität Bottarga – Fischeier der Meeräsche. Insgesamt waren wir sehr begeistert. Es schmeckte wirklich super, die Qualität war hervorragend und die Preise sind fast lachhaft. Vor allem im Vergleich zu anderen Restaurants. Auf direktem Weg begaben wir uns zum vorher gewählten Nachtplatz, an welchen uns zwei Hunde überraschten und ein weiteres Wohnmobil stand. 

Mittwoch, 01.11.2017 Cabras – Spiaggia di Mari Ermi und Is Arutas

Spiaggia di Is Arutas, Cabras - OristanoSpiaggia di Is Arutas, Cabras - Oristano

Bei der gestrigen Ankunft war es schon dunkel geworden, sodass wir uns auf einen Kaffee am Spiaggia di Mari Ermi freuten. Er lag direkt vor unserer Nase. Die runden, glattgeschliffenen Sandkörner schimmerten so einzigartig bunt in der Morgensonne. Der weiße Quarz beinhaltet Muschelkalk oder die Schulpe der Sepia, die schwarzen Steinchen bestehen aus Kohle oder Kalk, das Grau enthält Feldspat und Orange bunten Kalk- und Sandstein aus der Umgebung, Rosa kommt von der Schnecke Occhio di Santa Lucia (Bolma rugosa) oder von der roten Alge, die grünen Kügelchen gehen auf Glasscherben oder Seeigeln zurück und silbrige auf Muskovit oder Perlmutt, das Violett beruht in der Regel auf Ablagerungen aus den Seeigel-Stacheln und Braun weitgehend auf Algen und Seegras. Daneben sahen wir auf einem See Flamingos tanzen. Im Anschluss latschten wir zum Spiaggia di Is Arutas, der für uns fast schon zu überfüllt war, eventuell auch wegen Allerheiligen. Aber wir fanden ein kleines Eckchen mit strahlend weißen Steinen und freiem Ausblick links neben der Punta Su Bardoni. Die Landspitze ist übrigens wahrhaft schön von oben zu sehen. Während unseres Drohnenflugs haben sich neugierige Menschen um uns versammelt und stellten danach Fragen. Heute war richtiges Badewetter und das Meer kristallklar. Nachdem wir uns im dahinterliegenden Restaurant noch einen Wein gönnten, kehrten wir zum Dachzelt zurück. Nach dem Sonnenuntergang erwärmten wir unsere Nudeln von gestern über dem Solo Stove. Dabei schauten uns ganz gierig zwei Hunde zu, die seitdem wir den Stellplatz erreicht hatten fast nicht mehr von unserer Seite gewichen sind.

Donnerstag, 02.11.2017 Zentrum Cabras und Capo San Marco

Vormittags fuhren wir ins unscheinbare aber reizende Städtchen Cabras, welches am gleichnamigen See liegt. Der Stagno di Cabras fügt sich mit den anderen wertvollen Feuchtgebieten, wie Pauli e Sali, Mistras und Sale ‘e Porcus zu einer riesigen Lagune zusammen. Wir kauften Lebensmittel, Postkarten und aßen einer der besten Gnochetti sardi al ragù in der Trattoria I Giganti. Die kühle Atmosphäre im Restaurant war egal. Dann streiften wir am 20 Minuten entfernten Capo San Marco umher. Das Kap liegt am südlichsten Punkt der Sinis-Halbinsel. Zu Beginn stießen wir auf den Eingang zu den archäologischen Ausgrabungen von Tharros. Die Besichtigung wäre kostenpflichtig. Wir näherten uns dem Torre di San Giovanni und erhaschten hin und wieder Blicke auf die antike Ruinen-Stadt. Auf einmal erkannten wir mitten auf dem Kap ein Wohnmobil. Wir mussten uns fast schon darüber ärgern, wie dreist sich die Besitzer in das traumhafte Landschaftsbild gestellt haben. Doch kurz darauf hat sich die Polizei schon auf den Weg zu ihnen gemacht und wir genossen die fabelhafte Sonnenuntergangsstimmung auf der Westseite Sardiniens. Hungrig ging es zu Focus Pizza in Cabras. Unser Plan in der Nähe des Spiaggia di Maimoni zu parken, funktionierte auf den großen Parkplätzen dahinter tadellos.

Freitag, 03.11.2017 Spiaggia di Maimoni - Cabras

Spiaggia di MaimoniSpiaggia di Maimoni

Den vorletzten Tag verbrachten wir am sonnigen Spiaggia di Maimoni. Der flachabfallende Strand war heute mit einem Rosa bis kräftigen Rot durchzogen. Auch hier funkelten die Kieselsteinchen zwischen den strahlend weißen Quarzreiskörnern in allen Farben. Das Meer glitzerte so schön in einem türkis schimmernden Blau, sodass wir auch hineingesprungen sind, obwohl es ziemlich frisch war. Später hielten wir uns links und beobachteten bei einem kleinen Landvorsprung Krebse und Seeigel. Zu unserer Überraschung waren wir stundenlang bis auf drei kurze Störungen total alleine. Mitunter war auch ein Sarde vorbeigestakst. Irgendwie tauschten wir uns auf Italienisch über das Wetter und den herrlichen Ort aus. Auch unsere Fotos beäugte er. Nachdem wir uns geduscht haben, ging es mal wieder nach Cabras. In einem Café schrieben wir neben einem schlafenden Italiener Postkarten. Danach haben wir uns noch im Supermarkt eingedeckt und kehrten beim Ittioturismo Aquaurchi zum Fischessen ein. Es war vergleichbar mit dem Ittioturismo Sa Pischera ‘e Mar‘e Pontis, wo wir am Dienstag waren. Allerdings herrschte hier Partystimmung wegen einem runden Geburtstag und wir fühlten uns beim anderen wohler. Auch das Essen wirkte auf uns hochwertiger. Beim Anfahren des gleichen Stellplatzes wie am Mittwoch beim Spiaggia di Mari Ermi überfiel uns schon Mamo, so nennen wir den helleren der zwei Hunde. Als ich die Türe nur ein Stückchen aufriss, sprang er selbstverständlich ins Auto auf meinem Schoß. Hach, er war wirklich zum Knuddeln!

04.11.2017 Ottana und Umgebung von Olbia

Die Verabschiedung von Sardinien fiel uns schwer. Zudem auch noch von den Hunden. Mamo robbte vor unseren Füßen im Sand dahin und wedelte wild mit seinem Schwanz. Beim Wegfahren lief er uns sogar noch hinter her. Mir kullerten echt Tränen. Wir hätten sie wirklich am liebsten mitgenommen, aber die Halsbänder hielten uns davon ab. Zum Abschluss machten wir einen Abstecher nach Ottana in der Provinz Nuoro, um uns obendrein eine Holzmaske anzuschaffen. Der Ort ist bekannt für seinen Karneval. Die Boes e Merdùles – Ochse und Hirte sind Figuren mit Fellen, Glocken und Masken und zeigen eine Art Schauspiel. Auf der Piazza S. Antonio entdeckten wir vor dem Laden Caratzas – maschere artigianali Boes e Merdules Künstler, die leidenschaftlich Holzmasken schnitzten. Drinnen hat uns der Chef eines seiner Schmuckstücke empfohlen und wir waren, so wie er, hingerissen zu dieser einzigartigen Boe-Maske. Sie war die 180,00 € wert. Sollte es woanders billigere geben, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Nachmachung aus billigem Pressholz und Kleber. Von diesem freundlichen Sarden wurden wir danach sogar noch auf einen Kaffee eingeladen. Jammerschade, dass unser Sprachproblem immer noch vorhanden war. Wir fotografierten noch die Statue beim Kreisverkehr neben der Staatstraße und gelangten nach Porto Taverna. Da war es uns zu windig und kalt, deshalb zog es uns ins Restaurant Murta Maria auf ein Getränk. In Olbia haben wir in der Nähe der Fähre geparkt und das parfümdurchflutete Zentrum durchstreift bis wir im Ristorante Pizzeria La Lanterna noch in aller Ruhe zu Abend aßen. Weder Dosenschwammerl auf der Pizza noch Olbia ist unser Ding. Aber grundsätzlich ist es immer noch Sardinien und besser als daheim zu sein. Die Einschiffung war im Gegensatz zu bisher ein Durcheinander.   

05.11.2017 Von Livorno nach Michelsneukirchen

Am frühen Morgen legte die Fähre Moby in Livorno an und wir fuhren bei regnerischem Wetter nach Hause. 

Fazit

Egal ob man sich oberhalb, unterhalb oder im Inneren der Insel bewegt. Es ist überall wunderschön! Das Landschaftsbild ändert sich nach nur wenigen Kilometern schlagartig. Lange weiße Strände, einsame kleine Buchten, Steilküsten, bizarre Felsformationen, Weinberge, Steppen- und Weidelandschaft, Wälder und Gebirge wechseln sich miteinander ab. Die Sarden waren überaus hilfsbereit und freundlich, nur leider scheiterten manche interessanten Unterhaltungen an unseren Sprachkenntnissen. Wir haben bereits begonnen italienisch zu lernen und hoffen sehr es bald anwenden zu können, um mehr über die Insel und Leute zu erfahren. Zukünftig werden wir nur mit Dachzelt oder Campingfahrzeug Sardinien abklappern. Es wäre zu schade abends die kulinarischen Spezialitäten zu verpassen und täglich im selben Hotel zu essen. Es ist möglich in der selben Zeit mehr von dem Ort zu sehen, da man sich den ständigen Rückweg ins Hotel spart. Natürlich ist es ratsam sich vorher ein wenig mit Stellplätzen zu beschäftigen. Die Temperaturen lagen tagsüber zwischen 20-24 Grad. In der zweiten Woche reichte nachts kein leichtes Jäckchen mehr. Fast ausschließlich fielen Sonnenstrahlen auf uns. Geregnet hat es nie. Allerdings muss man ab und zu mit stärkeren Winden rechnen und klug seinen Nachtplatz wählen. Durch das komplette Aufspannen des Dachzeltes ermöglichten wir uns sogar guten Schlaf auf einem nicht geschützten Stellplatz am Meer. Außerdem haben wir uns vorgenommen in den nächsten Jahren noch weitere tolle und eventuell anspruchsvollere Wanderungen zu unternehmen.

A presto Sardegna! 


 
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